Welcher Schutz für welches Auto?

In Deutschland gibt es für Fahrzeuge ab einem gewissen Leistungsvermögen eine Versicherungspflicht; die Haftpflichtversicherung ist für jedes Auto zu bezahlen, ganz gleich, ob Neuwagen oder Gebrauchtfahrzeug, ob Kleinwagen oder Luxus-Limousine. Darüber hinaus gibt es die Teilkaskoversicherung und die Vollkaskoversicherung – beides sind freiwillige Versicherungen, über deren Abschluss man gegebenenfalls nachdenken kann. Die ausschlaggebenden Kriterien für die Entscheidung sind der Wert des Fahrzeugs und die Bereitwilligkeit, Schäden am Auto ohne eine Versicherung selbst zu bezahlen.

Die Teilkasko als Zusatzversicherung

Zusätzlich zur notwendigen Haftpflichtversicherung kann eine Teilkaskoversicherung abgeschlossen werden. Hiermit sind wichtige Schadensfälle abgedeckt – je nach Police mit einer Selbstbeteiligung oder ohne, wodurch sich aber der Jahresbeitrag erhöht. Zu den Schäden, die man der Teilkasko meldet, gehört ein Steinschlag in der Scheibe ebenso, wie ein Frontschaden nach einem Wildunfall oder die Beulenausbesserung nach einem Hagelschaden. Man kann nicht pauschal sagen, ob eine Teilkaskoversicherung ihren Sinn mit zunehmendem Alter des Autos verliert – die Instandsetzung der genannten Schäden geht oft in die Tausende, alleine eine neue Windschutzscheibe kostet mehrere hundert oder über 1000 Euro, je nach Modell. Hier macht es dann doch einen Unterschied, ob man eine kleine Selbstbeteiligung bezahlt, oder den ganzen Schaden alleine finanzieren muss. So ist zum Beispiel auch die Glasreparatur – das Ausbessern vom Steinschlag, der nicht im Sichtfeld des Fahrers liegt – kostenlos, wenn man eine Teilkaskoversicherung abgeschlossen hat. Selbst für ein altes Winterauto kann sich diese Zusatzversicherung also noch lohnen.

Eine Vollkasko – nicht immer nötig

Mit der Vollkaskoversicherung – meist mit einer Teilkasko in (abweichender) Selbstbeteiligung im Paket angeboten – sind alle Schäden am Fahrzeug abgedeckt. Bei jedem Unfall bekommt der Versicherungsnehmer hier sein Geld – für Fremdschäden gibt es ja die Haftpflicht. Die Höhe des Beitrages richtet sich nach den folgenden Kriterien: Ausschlaggebend sind

         der Schadensfreiheitsrabatt, vom Versicherungsnehmer durch unfallfreies Fahren erworben

-          die Regionalklasse, die Einstufung des Fahrzeugs in der Wohnregion

         die Typenklasse – die Größe des Autos

Das Ausschließen von unter 25 Jahre und über 65 Jahre alten Personen (nur als Beispiel), das Nutzen einer Garage und andere Lebensumstände können zu weiteren Rabatten führen. Versicherungsvergleiche sind sehr sinnvoll; so wird empfohlen, gegen Jahresende nach günstigeren Anbietern zu suchen und zu wechseln, beziehungsweise mit der eigenen Versicherung neu zu verhandeln. Eine Vollkaskoversicherung lohnt sich ab einem gewissen Alter des Fahrzeugs nicht mehr.